Kein „Size Zero“: Twitter-Happening mit 60-90-60
Die Modewelt ist knallhart. Intelligenz und Persönlichkeit spielen da hinter dem Aussehen eine weitaus kleinere Rolle. Was zählt, ist sind Größe und Figur. Nicht umsonst heißt es: „Der Körper ist ihr Kapital“, wenn von dem ein oder anderen Model die Rede ist.
Jetzt aber gibt es, ausgelöst durch einen kleinen Fehler einer Bloggerin, eine Gegenbewegung bei Instagram und Twitter zu der „Size Zero“-Gesellschaft: Sei 60-90-60 anstatt 90-60-90.
An dem Twitter-Happening ist dabei eigentlich nur der Tippfehler einer Bloggerin schuld. „Warum ist es nicht möglich, dass Mode nicht für einen Idealkörper von 60-90-60, sondern für individuelle Körpergruppen gemacht wird?“, schreibt Journelle in ihrem Blog. Die normale Frau mit einem BMI von über 25 (= Übergewicht) könne „keinesfalls auf die aktuelle Mode“ achten, schreibt die Mutter zweier Kinder.
Damit spricht sie die Gedanken vieler Menschen aus – und wurde mit ihrem Tippfehler zu einem Vorbild. Seither posten immer mehr „Normalos“ Bilder von sich und zeigen, dass sich so gar nicht den Vorgaben der Modeindustrie nacheifern können, weil es ihr Körper einfach nicht zulässt. Sogar der Spiegel hat „Normale Menschen in Oberbekleidung“ schon aufgegriffen. Das Twitter-Happening zeigt ihnen, dass sie eines ganz gewiss nicht sind: unnormal.
Foto von: statigr.am
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